Wissenschaftliche Begleitung

Die Hochschule Fulda begleitet das Projekt auf wissenschaftlicher Ebene im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes.Hierzu gehört die Ausarbeitung eines Verpflegungskonzeptes und die Mitgestaltung der Rezepturen sowie die Berechnung und Auswertung von Nährwerten der angebotenen Speisen. 

Im Oktober 2011 wurden die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums am Römerkastell zu ihren Ernährungsgewohnheiten, zur Zufriedenheit mit dem derzeitigen Verpflegungsangebot, zur Erwartung an das neue Verpflegungsangebot und zur Zahlungsbereitschaft befragt.

 

Ernährungsgewohnheiten
Gemessen an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lassen die Ernährungsgewohnheiten vieler Schülerinnen und Schüler grundsätzlich zu wünschen übrig: Gegessen wird insgesamt zu viel Fleisch und Wurst und zu wenig Obst & Gemüse sowie Fisch! 

Schulverpflegung

Die Zufriedenheit mit dem bisherigen Verpflegungsangebot ist im Vergleich zu anderen Schulen sehr hoch. 

Gekauft und gegessen wird dort dennoch nur sporadisch. 

Vor allem zu Mittag kaufen sich die meisten Schüler lieber etwas außerhalb der Schule. Eine wirtschaftliche Tragfähigkeit der Schulverpflegung ist so kaum zu erreichen.

Erwartung an das neue Angebot

Was ist Dir beim Speisenangebot in Eurer neuen Mensa wichtig?

Guter Geschmack & günstige Preise sind die wichtigsten Kriterien. Auch gesund soll es sein, aber nur dann, wenn es mit den Geschmackspräferenzen der Zielgruppe vereinbar ist. Regionale Herkunft und Bioqualität finden zumindest die meisten Schüler irrelevant.

Wie häufig würdest Du Dir folgende Speisen in der Mensa kaufen?

Wie häufig würdest Du Dir folgende Speisen am Kiosk kaufen?

Die Geschmackspräferenzen der Zielgruppe sind begrenzt. Habitulierte Geschmäcker, soziale und emotionale Motive haben eine weitaus höhere und unmittelbare Wirkung als gesundheitsbezogene Idealvorstellungen. Über die Produktebene allein lässt sich eine Verhaltensänderung deshalb nicht erreichen.

Zahlungsbereitschaft

Die Preissensibilität in der Schulverpflegung ist hoch: mehr als 62% der Schüler finden, in der Schule sollte das Essen kostenlos sein, für Bioqualität mehr bezahlen würden nur 26%. „Gutes Essen darf nicht billig sein“ - das finden gerade einmal 24% der Schüler.